Deutschlands erste Wasserstoff-Tankstelle an der Autobahn eröffnet

  • Daimler, Linde und TOTAL schaffen ersten Knotenpunkt für Wasserstoff-Mobilität in Süddeutschland
  • Weitere Stationen bis Ende 2015 geplant, erste Brennstoffzellenautos auf dem Markt
  • Förderung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms (NIP)
  • Autohöfe als mögliche Standorte für H2-Tankstellen entlang der Autobahn im Blickfeld


Berlin/Geiselwind, 4. Mai 2015
– Daimler, Linde und TOTAL sind im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP) gemeinsam einen wichtigen Schritt beim Ausbau der bundesweiten Wasserstoff(H2)-Infrastruktur voran gekommen.

In Anwesenheit von Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, wurde heute Deutschlands erste direkt an einer Autobahn gelegene Wasserstoff-Tankstelle offiziell eingeweiht. Die neue H2-Zapfsäule am TOTAL Autohof Geiselwind an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg verknüpft die bereits vorhandenen Betankungsmöglichkeiten in den Metropolregionen Frankfurt/Main, Stuttgart und München miteinander und bildet somit einen Knotenpunkt für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle in Deutschlands Süden.

Staatssekretärin Dorothee Bär erläuterte in ihrer Eröffnungsrede:
„Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle fahren ohne schädliche Emissionen. Sie besitzen eine hohe Reichweite und können innerhalb weniger Minuten auftanken. Im Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft und Industrie ist es gelungen, dass Wasserstoffmobilität heute am Beginn der Markteinführung steht. Gemeinsam mit der Industrie haben wir für Forschung, Entwicklung und Demonstrationsvorhaben bis 2016 insgesamt 1,4 Milliarden Euro bereit gestellt. Jetzt gehen wir verstärkt den Ausbau der Infrastruktur an: bis Ende 2015 sollen bereits 50 Wasserstofftankstellen in den Metropolregionen und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen. Mit der neuen Tankstelle in Geiselwind kommen wir der Zielmarke einen Schritt näher. Der Förderbetrag von knapp einer Million Euro zum Bau der Tankstelle ist gut investiertes Geld – denn eine gute Infrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass sich diese neue Form der Mobilität auch wirklich durchsetzt!“


Der Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland geht einher mit dem geplanten Markthochlauf von Brennstoffzellenfahrzeugen verschiedener Hersteller. Der Standort Geiselwind ist Teil des 2012 ins Leben gerufenen Ausbauplans, der das deutsche H2-Netz zunächst von aktuell 18 auf insgesamt 50 Standorte erweitern wird - siehe dazu: www.cleanenergypartnership.de/fileadmin/Assets/user_upload/50_TS.pdf

Mit 50 Wasserstoff-Tankstellen wird bundesweite Mobilität zwischen den Ballungsräumen entlang der Hauptverkehrsachsen in Deutschland flächendeckend möglich sein. Innerhalb dieses Ausbauprogramms beteiligt sich die Daimler-Linde-Initiative an insgesamt 20 neuen H2-Stationen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 20 Mio. Euro.

Im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) wird das Projekt von Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur unterstützt. Das Programmmanagement erfolgt durch die NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie).